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  • Muri Energie Forum – Sonnenenergie

Energiepreis 2012

Energiepreis Muri Gewinner 2012
Das Ehepaar Küng (mitte) nimmt von Gemeinderätin Milly Stöckli und Energieforum-Präsident Stefan Staubli den Preis entgegen.

Der erste Murianer Energiepreis geht an Andrea und Beat Küng.

von Fabian Hägler

 
Andrea und Beat Küng wurden von Stefan Staubli, Präsident des Muri Energie Forums, und Gemeinderätin Milly Stöckli für ihr Strohballenhaus im Weiler Söriken ausgezeichnet. «Das Haus weist sensationelle Isolationswerte auf, der Aufwand an sogenannter grauer Energie ist beim Stroh viel geringer als bei anderen Baustoffen», sagte Staubli. Der Energieverbrauch ist im Vergleich zum alten Bauernhaus deutlich geringer, für die Heizung benötigt das Strohballenhaus der Familie Küng sogar weniger Energie als ein Gebäude in Minergie-Bauweise. Mit der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Scheunendach – die Baubewilligung lag laut Beat Küng «in Rekordzeit» vor – nähert sich das Haus der Energieunabhängigkeit.
 

«Wir würden wieder so bauen»

Das Ehepaar Küng freute sich sehr über den Energiepreis. «Wir sind mit unserem Strohballenhaus absolut zufrieden und würden sofort wieder so bauen», sagte Beat Küng. Seine Frau ergänzte: «Ich freue mich, dass es gelungen ist, unsere Idee des energiesparenden Hauses umzusetzen – und dass dies nun auch von aussen mit dem Preis gewürdigt wird.» Als symbolischer Akt zur Energiepreis-Übergabe wurde hinter dem Haus ein junger Apfelbaum gepflanzt. Werner Schmidt, der Architekt des Strohballenhauses, zeigte einige Beispiele dieser Bauweise. Er hielt fest, die ersten derartigen Häuser seien in den USA bereits 1895 entstanden. «Einige sind mehr als hundert Jahre alt und stehen immer noch.»
 

Muri will kein Energiestadt-Label

Gemeinderätin Milly Stöckli hielt fest, Muri würde die Bedingungen für das Label Energiestadt mit Sicherheit erfüllen. «Die Kommission Energie, Umwelt und Mobilität ist aber der Meinung, dass dieses Label viel kostet, aber wenig bringt. Daher zeichnen wir lieber punktuell Bürgerinnen und Bürger aus, die mit konkreten Projekten zur Energiewende beitragen.» Stöckli lobte das Ehepaar Küng als Beispiel und ergänzte: «Der Murianer Energiepreis soll die Bevölkerung motivieren und sensibilisieren, sich ökologisch und umweltschonend zu verhalten.»
 

Jury hofft auf mehr Meldungen

Stefan Staubli ergänzte, der Entscheid der Jury, die sich aus Vertretern von Politik, Gewerbe, Industrie und Energieforum zusammensetze, sei eindeutig für das Strohballenhaus gefallen. «Wir hoffen, dass sich künftig weitere Murianer melden», sagte er. Milly Stöckli hatte zuvor eingeräumt, dieses Jahr habe es keine Meldungen gegeben, die Jury habe selber eine Liste zusammengestellt. Mit dem Energiepreis können laut Staubli unter anderem Objekte aus den Bereichen Wohnbau, Industriebauten, Prozesstechnik, Mobilitätsmanagement oder erneuerbare Energie ausgezeichnet werden.
 
(az Aargauer Zeitung)